Kunst muss man zeigen, Kunst ist Kommunikation.

Mit der Eröffnung des Showrooms in den schönen Räumen in den Heckmannhöfen kann die Sammlung jetzt endlich in Teilen gezeigt werden. Was man dort sieht, ist anders, als das, was man sonst so in Berlin oder Deutschland zu sehen bekommt; die Sachen sind figurativ, bunt, sehr fröhlich, sie enthalten mal Comic-, mal Pop-, mal surrealistische Elemente, oft alles zusammen, weshalb man sie grob eingliedern könnte in den Bereich Pop-Surrealismus, Pop–Comic-Surrealismus. Viele der Künstler sind Amerikaner, viele stammen von der Westküste und dürften hier in Deutschland unbekannt sein, dort sind sie teilweise Ikonen der Lowbrow–Szene.

 

Der Showroom lebt aber nicht nur von einer Ansammlung einzelner Bilder ohne Zusammenhang, sondern stellt eine Installation, ein Gesamtkunstwerk aus Malerei, ganz besonders ausgefallenen, kunstvollen Rahmungen, Einrichtung, Licht und Wandbemalungen dar. Murals finden sich unter anderem von Pablo Perra, Vera Kochubey und Roman Frechen. Vertreten sind Julie Heffernan, Victor Castillo, John Brophy, Ray Caesar, Yoshi Chii, Ron English, David Nicholson, Ryan Mendoza, Natalia Fabia, Roberto Ferri, Eric Joyner, James Nares, Marion Peck, Terry Rodgers, Kenny Scharf und viele andere mehr.
Auch Berliner Künstler sind dabei: Lennart Grau, Patrick Henne, Moritz Schleime, Grit Hachmeister, Philipp Grötzinger, Ulrich Lamsfuß, Ernie Luley Superstar und so weiter und sofort.

 

Der Showroom ist gerade erst gestartet mit der Berlin Collection Night am 23. August 2019, die ein großer Spaß war (www.berlincollectors.com). In Zukunft werden wir öfter etwas veranstalten, Gruppenführungen verabreden, Photoshootings machen – und manches mehr ist da noch möglich.

 

Anfragen bitte unter post@seibert-collection.art

Art lives from being shown – art is communication

With the opening of the new showroom, located in a stunning apartment in the Heckmannhöfe, it is finally possible to show the Seibert Collection part by part. What you are able to see there is a far cry from what you usually get to see in Berlin or Germany. At times, the figurative, colourful and whimsical works contain comic or pop elements, or even surrealistic aspects – often combining the three – which is why they could be roughly classified as pop-surrealism or pop-comic-surrealism. Many of the artists are from the USA, with quite a few of them coming from the West Coast. While they may very well be unknown here in Germany, some of them are icons of the lowbrow art scene that originated there in the 1970s.

 

The dynamic of the showroom, however, does not simply live from presenting a compilation of individual images without context. Instead, it represents an installation; a total work of art consisting of paintings – quite unusual ones at that – elaborate frames that are artworks in their own right, furnishings, lighting and murals.

 

The murals shown are by artists Pablo Perra, Vera Kochubey and Roman Frechen, among others.

 

The collection also features artworks by Julie Heffernan, Victor Castillo, John Brophy, Ray Caesar, Yoshi Chii, Ron English, David Nicholson, Ryan Mendoza, Natalia Fabia, Roberto Ferri, Eric Joyner, James Nares, Marion Peck, Terry Rodgers, Kenny Scharf and many others.

 

Berlin artists represented include Lennart Grau, Patrick Henne, Moritz Schleime, Grit Hachmeister, Philipp Grötzinger, Ulrich Lamsfuß, Ernie Luley Superstar, and the list goes on and on.

 

The showroom has been launched with the Berlin Collection Night on August 23, 2019, which was great fun (www.berlincollectors.com). In the future, we’ll be organizing more frequent events, arranging group tours and photo shoots – and there’s a lot more to look forward to.

 

For requests please contact: post@seibert-collection.art.

Lowbrow Art / Pop Surrealism / Pop-Comic-Surrealism

Wenn man für die Seibert-Collection eine Kategorie, eine Schublade sucht, könnte man an Low Brow und Pop Surrealism denken (wird oft synonym gebraucht). Wegen der Comic-Elemente nennt Seibert die Richtung auch bisweilen Pop-Comic-Surrealism. Gibt es das? Was ist das?
Lowbrow Art ist eine Kunstströmung, die sich jenseits der etablierten Galerien- und Museumsszene innerhalb der kalifornischen Subkultur entwickelt hat. Prägende Bezugsgrößen waren unter anderem die Tattoo- und die Comicszene. Die Bildsprache der Lowbrow Art speist sich aus einer intensiven Auseinandersetzung mit Anime, Comic, psychedelischer Musik, Horrorfilmen und Science Fiction. Vor diesem Hintergrund entstehen Gemälde und Objekte, in denen Motive der Popkultur kreativ, voll überbordender Details, immer mit einer Portion Witz und bewussten Grenzüberschreitungen zum Kitsch verarbeitet werden. Wenn man bei der herrschenden Mainstream-Kunstkritiker– und Kuratoren-Szene beim Betrachten der Bilder einen Zitronen 🍋  Gesichtsausdruck bemerkt, dann ist das schon ein deutliches Anzeichen für Low Brow.
Obwohl sich die Lowbrow Art erst ab etwa 1994 mit der Herausgabe der Zeitschrift „Juxtapoz“ und später mit dem. “Beautiful Bizarre Magazine” offiziell als Bewegung konstituierte, sind ihre Wurzeln in die Mitte des 20. Jahrhunderts zu finden.
Zu den bekanntesten Lowbrow-Künstlern zählen Ron English, Ray Caesar, Joe Coleman, Victor Castillo, Ryan Heshka, Eric Joyner, Mark Ryden und Marion Peck, Jana Brike, Todd Schorr und Kenny Scharf.
Es gibt nur wenige Galerien, die sich auf diese Richtung spezialisiert haben: Corey Helford, Los Angeles, Dorothy Circus 🎪 Gallery, Rome/London, Haven Gallery, New York, Beinart Gallery, Melbourne.