Lowbrow Art / Pop Surrealism / Pop-Comic-Surrealism
 

Wenn man für die Seibert-Collection eine Kategorie, eine Schublade sucht, könnte man an Low Brow und Pop Surrealism denken (wird oft synonym gebraucht). Wegen der Comic-Elemente nennt Seibert die Richtung auch bisweilen Pop-Comic-Surrealism. Gibt es das? Was ist das?
Lowbrow Art ist eine Kunstströmung, die sich jenseits der etablierten Galerien- und Museumsszene innerhalb der kalifornischen Subkultur entwickelt hat. Prägende Bezugsgrößen waren unter anderem die Tattoo- und die Comicszene. Die Bildsprache der Lowbrow Art speist sich aus einer intensiven Auseinandersetzung mit Anime, Comic, psychedelischer Musik, Horrorfilmen und Science Fiction. Vor diesem Hintergrund entstehen Gemälde und Objekte, in denen Motive der Popkultur kreativ, voll überbordender Details und immer mit einer gehörigen Portion Witz verarbeitet werden.
Obwohl sich die Lowbrow Art erst ab etwa 1994 mit der Herausgabe der Zeitschrift „Juxtapoz“ und später mit dem. “Beautiful Bizarre Magazine” offiziell als Bewegung konstituierte, sind ihre Wurzeln in die Mitte des 20. Jahrhunderts zu finden.
Zu den bekanntesten Lowbrow-Künstlern zählen Ron English, Ray Caesar, Joe Coleman, Victor Castillo, Ryan Heshka, Eric Joyner, Mark Ryden und Marion Peck, Jana Brike, Todd Schorr und Kenny Scharf.
Es gibt nur wenige Galerien, die sich auf diese Richtung spezialisiert haben: Corey Helford, Los Angeles, Dorothy Circus 🎪 Gallery, Rome/London, Haven Gallery, New York, Beinart Gallery, Melbourne.